Experiment 10: Warum geht ein Eiswürfel nicht unter?

Heute wird es ein ganz einfaches Experiment. Jedoch solltest Du Dir vorher mal Experiment 8 anschauen.
 

Was brauche ich?Experiment 10, Bild 1: Ein Eiswürfel geht nicht unter

  • Ein Glas Leitungswasser und
  • einen Eiswürfel.

 

Wie lange dauert es?

Weniger als 5 Minuten.
 

Wie funktioniert es?

Steck‘ einfach den Eiswürfel ins Wasser. Egal, wie lange Du wartest oder, wie oft Du den Eiswürfel anstupst, er wird nicht sinken.

 

Warum ist das so?

Im Experiment 8 hast Du gesehen, dass es auf das Verhältnis von Gewicht und der Menge des verdrängten Wassers ankommt. Nun sollte man meinen, ein Eiswürfel ist doch aus Wasser und er sollte genau soviel wiegen, wie die Menge Wasser, die er verdrängt. Normalerweise wäre das auch richtig.

Allerdings hat Wasser eine seltsame Eigenschaft, die man die „Dichteanomalie des Wassers“ nennt. Die allermeisten Stoffe dehnen sich bei Wärme aus und ziehen sich bei Kälte zusammen. Es gibt einige wenige Stoffe, die sich nicht so ganz daran haalten. Wasser ist einer davon.

Wasser hat bei einer Temperatur von +4 Grad Celsius (also ganz nahe an seinem Gefriepunkt von 0 Grad Celsius) seine Größte Ausdehnung. Das heißt, es hat sein größtes Volumen bei gleicher Masse. Damit hat es eine geringere Dichte, als wärmeres Wasser.

So kann es im gefrorenen Zustand mehr Wasser verdrängen, als es selbst enthält: es schwimmt.