Experiment 13: Warum hat der Mond Flecken?

Wenn Du Dir nachts mal den Mond angeschaut hast, hast Du sicher gesehen, dass er nicht überall gleich aussieht. An manchen Stellen leuchtet er richtig weiß oder gelb, und an anderen sieht es aus, als ob er blaue oder graue Flecken hat. Warum ist das so?
 

Experiment 13, Bild 1: Mondmodel aus weißer KnetmasseWas brauche ich?

  • Weiße Knetmasse,
  • eine Taschenlampe,
  • ein schwarzes DIN A4-Blatt Bastelpapier (es darf nicht glänzen, ich nehme meistens Tonpapier oder Fotokarton),
  • ein paar runde Gegenstände mit unterschiedlichen Durchmessern (Filzstiftkappe, Edding, Schaschlikspieß, …) und
  • ein dunkles Zimmer.

 

Wie lange dauert es?

Circa 15-30 Minuten.
 

Wie funktioniert es?

Als erstes bauen wir uns ein Model vom Mond. Dazu formst Du aus der Knetmasse eine Halbkugel. Wie groß Du sie machst, ist egal, jedoch sollte sie mindestens den Durchmesser einer Kaffeetasse haben. Lege Deinen Mond auf die Mitte der schwarzen Pappe.

Nun müssen die Krater (was das ist, und wie die auf den Mond kommen, schauen wir uns in einem späteren Experiment an) hineingedrückt werden. Dazu nimmst Du z.B. das hintere Ende eines Eddingstiftes (er muss rund sein) und drückst irgendwo auf Deinem Mond eine Vertiefung hinein. Nicht zu tief, aber sie sollte deutlich zu sehen sein. Mache ein paar verschiedene Krater (ganz kleine mit einem Zahnstocher, mittlere mit einem normalen Filzstift, usw.), bis der Mond in etwa so aussieht, wie auf meinem Foto oben. Die Krater dürfen sich auch überschneiden, und Du kannst auch kleine Krater in die großen hinein machen. Das ist in Wirklichkeit auch so.

Jetzt lege den Mond auf der Pappe in ein dunkles Zimmer. Stell die Taschenlampe so ein, dass Du aus ca. 50 cm Entfernung einen möglichst kleinen Lichtkreis auf den Mond strahlst. Halte die Lampe nicht auf einer Linie zwischen Deinen Augen und dem Mond, sondern halte sie leicht seitlich von Dir.

Wenn Du Dir jetzt Deinen Mond anschaust, wirst Du sehen, dass bei einigen der Krater auf einer Seite ein dunkler Rand aus Schatten zu sehen ist. Damit man das besser sehen kann, habe ich mal ein Foto davon mit einem Bildbearbeitungsprogramm an einigen der Schattenstellen rot eingfärbt (nicht bei allen, dass war mir dann doch zu mühsam).

Experiment 13, Bild 2: Mondmodel aus weißer Knetmasse, einige Schatten in rot eingefärbt
 

Warum ist das so?

Immer, wenn wir den Mond von der Erde aus sehen können, steht die Sonne garantiert nicht mit der Erde auf einer Linie. Denn dann würde die Erde die Sonne verdecken und der Mond hätte gar kein Licht, dass er zurückstrahlen könnte (siehe Experiment Nr. 9). Die Sonne steht also so, wie Du auch die Taschenlampe halten solltest (also seitlich). Das bedeutet, das Licht fällt nicht senkrecht in die Krater, an den Rändern entstehen also Schatten: die Flecken auf dem Mond.